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Status Quo

Lass uns doch mal nachdenken, was wir den lieben langen Tag so treiben. Ein krampfhaftes Aufstehen und zur Arbeit schleppen, die uns kaum gefällt oder wir sogar hassen und trotzdem tun wir uns das an. Ich habe schon früh für mich beschlossen, dass ich nicht in diesem Hamsterrad gefangen sein möchte und doch hat es mich genau dahin gezogen. Meine ersten Schritte waren wie jene, die genau diesen Weg eingeschlagen haben. Als Kind wurde einem noch alles so verkauft, als stünden sämtliche Türen offen.

Dann in der Schule und spätestens als Teenager begreift man, dass dem nicht so ist. Man bekommt schlechte Noten, die anderen Kinder spotten über einen, obwohl man doch einfach nur dazugehören möchte. So wie ich das schreibe, fühle ich mich absolut in meine Kindheit zurückversetzt. Ich wurde schon von Kindheit an immer wieder sehr stark gehänselt. Von Schubsen in den Schnee, über ziemlich verletzende Ausdrücke. Hierzu möchte ich allerdings nicht zu nahe ins Detail gehen, da ich mich keinesfalls als Opfer hinstellen möchte, auch wenn ich mich damals so gefühlt habe. Es war, als wäre es meine Aufgabe oder Rolle gewesen, die ich spielen musste, damit mich die anderen mögen. Es war natürlich nie wirklich so. Dies ging auch in den kommenden Jahren so voran. Ich stürzte mich dann auch in die erstbeste Beziehung, da ich nicht glauben konnte, dass mich endlich jemand mochte. Welche Gefühle ich für denjenigen empfand, war für mich Nebensache. Ich wollte immer nur die anderen glücklich machen. Ich überlegte mir Überraschungen und fühlte mich auch in gewisser Weise verpflichtet, den anderen glücklich zu sehen, doch nie mich selbst. Wenn ich nun darüber nachdenke, kann ich es gar nicht mehr glauben, so gedacht zu haben. Es müsste doch eigentlich so einfach sein, einen Menschen zu finden, oder auch einfach nur im Moment vollkommen glücklich und dankbar zu sein. Oder nicht?

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